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19:00
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Nouvelle Vague (nur im Kino)

Land: Frankreich | Jahr: 2025 | ca. 105 Minuten | FSK: ab 12 Jahre

R: Richard Linklater B: Holly Gent, Vince Palmo P: Laurent Pétin, Michèle PétinK: David Chambille Sch: Catherine Schwartz A: Katia Wyszkop. Mit Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, Jodie Ruth Forest.

Ein Glücksfall und Filmwunder ist "Nouvelle Vague" von Richard Linklater, der erzählt, wie Jean-Luc Godard im Jahr 1959 das Kino neu erfand. Aber das Publikum will davon wenig wissen und ahnt nicht, welches Filmwunder es versäumt. Der Amerikaner Linklater hat einen neuen Versuch gemacht, Kinogeschichte ins Kino zu holen. Das klingt nach schwerer Kunstanstrengung aber "NouvelleVague" ist das genaue Gegenteil. Er malt das Prorträt eines Mannes, der das Kino im Spätsommer1959 auf den Straßen von Paris neu erfand.

Der Film ist eine Hommage an die Ära der "Nouvelle Vague" und konzentriert sich insbesondere auf Jean-Luc Godard und „Außer Atem“: Im Zentrum steht der junge Jean-Luc Godard und die chaotischen, fast improvisierten Dreharbeiten zu seinem bahnbrechenden Debütfilm „Außer Atem“ (À bout de souffle, 1960).

Godard schrieb das Skript für jeden Drehtag morgens im Café. Die Schauspieler bekamen es nie zu lesen. Sie spielten, und Godard sprang im Schatten der Kamera herum und soufflierte ihnen Text und Regieanweisungen. „Nicht spielen“, herrscht er sie bei Linklater an, „einfach sein.“
Alle Granden der „Cahiers du Cinéma“ haben ihre Auftritte: Truffaut (Adrien Rouyard), Suzanne Schiffman (Jodie Ruth-Forest) und Claude Chabrol (Antoine Besson). Auch Agnès Varda, Jean Cocteau, Eric Rohmer und Jacques Rivette sind kurz zu sehen. Besonders aber ist Guillaume Marbeck als Godard eine Offenbarung. In seinem Leinwanddebüt verkörpert er ihn überzeugend bis ins Zucken der Mundwinkel.

Was braucht man für einen Film? »Ein Mädchen und eine Knarre« – mit diesen Worten skizziert Jean-Luc Godard ein überschaubares, gleichzeitig kühnes ästhetisches Programm in Richard Linklaters Film »Nouvelle Vague«. Der legendäre französische Filmemacher Godard (1930–2022) gehörte mit François Truffaut und Claude Chabrol zu den führenden Köpfen einer Bewegung, die in den späten 1950er und in den 1960er Jahren das Kino revolutionierte. Der Einsatz von Handkameras, spontanen Dialogen und dokumentarisch anmutenden Drehs auf der Straße wurde zum Markenzeichen der »neuen Welle«.

Linklater hat eine fabelhafte Hommage an die Nouvelle Vague gedreht. »Nouvelle Vague« ist nicht nur ein Film für Cineasten, sondern wegen seiner humorvollen Akzente ein Werk fürs große Publikum. Neben künstlerischem Anspruch ist wohl auch ein Quäntchen biografisch begründete Motivation im Spiel. Godard war 29, als er »Ausser Atem« drehte; Linklater war 29, als er sich 1990 mit »Slacker« einen Platz in der ersten Liga des amerikanischen Independent-Kinos erarbeitete.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/mit-jedem-film-eine-neue-bildsprache-zum-tod-von-jean-luc-godard-dlf-kultur-8ebd56ca-100.html

"Ein Film über einen Film war schon immer ein Flop, es wird hier nicht anders sein. Er interessiert nur die Filmschaffenden, zumindest einen Teil von ihnen, die Filmschauenden wenden sich gelangweilt ab oder gehen erst gar nicht hin. Am Ende kommt das Meisterwerk dann in irgendeine Sparte bei den öffentlich Rechtlichen, hochgelobt und abgeschoben. Fördergeld versenkt." (Kommentar eines Zuschauers ,Michael E.E.)

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