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Spaziergang nach Syrakus (nur im Kino)

Land: Deutschland | Jahr: 2026 | ca. 98 Minuten | FSK: ab o. A. Jahre

R: Lars Jessen. B: Heide Kersten, Andreas R. Kersten. Vor: Friedrich Christian Delius. P: Maren Knieling, Lars Jessen K: Kristian Leschner. Sch: Sebastian Thümler. M: Jakob Ilja, Benjamin Drees. V: Pandora Film Verleih. Mit Charly Hübner, Lina Beckmann, Thorsten Merten, Bruno Di Chiara, David Bredin, Jens Münchow.

Heim- und Fernweh können sich sehr nah sein. Das merkt auch Paul Gompitz. Er lebt Anfang der 80er in der DDR und hat eigentlich nicht das Bedürfnis, seine Heimat zu verlassen. Aber reisen möchte er, vor allem nach Italien. Seit er Johann Gottfried Seumes »Der Spaziergang nach Syrakus« gelesen hat, träumt er davon, diesen Weg ebenfalls zu gehen. Als jedoch alle Versuche, legal auszureisen, scheitern, plant Paul über mehrere Jahre hinweg seine Flucht mit einem Segelboot – nach seiner Reise möchte er aber wieder zurückkehren.

Was bedeutet Heimat? Welchen Preis zahlt man für die Erfüllung seiner Sehnsüchte? Was bedeutet es, frei reisen zu können oder eben nicht? Das sind universelle Fragen.

Die Erzählung basiert auf den realen Erlebnissen eines DDR-Bürgers, der eine spektakuläre Bildungsreise nach Italien unternahm und danach freiwillig zurückkehrte. 

Das reale Vorbild für die Geschichte ist der Schlosser und Kellner Klaus Müller. Er floh im Jahr 1988 mit einem Segelboot von der Insel Hiddensee über die Ostsee nach Dänemark. Sein Ziel war jedoch nicht das dauerhafte Leben im Westen, sondern eine Bildungsreise nach Italien. Nachdem er Syrakus auf Sizilien erreicht hatte, kehrte er wie geplant in die DDR zurück und wurde dort zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Film nimmt sich einige dramaturgische Freiheiten – so kehrt der Protagonist im Film erst im Herbst 1989 zurück, genau in dem Moment, als die DDR kollabiert und die Mauer fällt.

Interview mit Charly Hübner

Kritik auf radio eins

Tagesspiegel-Kritik

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