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2024-06-21

Aktuell: Das brandneue Testament

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Zeit für das brandneue Testament.

Die derzeitige weltpolitische Lage macht es notwendig: Einen Weltentwurf ganz neuer Art.
Es stellt sich nämlich die Frage, warum lässt Gott, wo er angeblich doch allmächtig ist, immer wieder Leid und Übel zu? Der belgische Regisseur Jaco Van Dormael findet in seiner Komödie "Das brandneue Testament" eine einfache, freilich nicht ernst gemeinte Antwort: Weil es der Schöpfer (Benoît Poelvoorde) nun mal so will! Dem Weltenlenker macht es Spaß, die Menschen zu verärgern, Unheil zu verbreiten und ihren Alltag zu erschweren. Es ist die Offenbarung des Jahres, zu sehen an diesem Wochenende, am Samstag, den 22. Juni, Sonntag, den 23. Juni in der deutschen unad am Montag, den 24. Juni in der französischen Fassung mit deutschen Untertiteln, jeweils um 19 Uhr.

Gott lebt in Brüssel, hat einen großen Computer, mit dem er die Weltgeschicke lenkt. Bis seine Tochter Éa von seinem patriachalischen Gehabe die Nase voll hat, sie nicht weiter zusehen will, wie er die Menschheit mit Kriegen und Katastrophen quält. Kurzerhand hackt sie Gottes alten Computer und löst mit einer kurzen Botschaft eine Kettenreaktion aus…
Die  Bekanntgabe des Todeszeitpunkts aller Menschen, die im Computer festgehalten sind, sorgt dafür, dass die Menschen ihre Feindseligkeiten beenden und stattdessen beginnen, ihre Träume zu leben. Wenn man weiß, wann man stirbt, was macht man dann mit seinem Leben, nachdem die Illusion, viel Zeit zu haben, geplatzt ist? Die Frage nach dem wahren Lebensglück tut sich auf und van Dormael weiß diese auf vielfältige, humanistische und lustige Art zu beantworten. Kriege hören schlagartig auf, weil keiner mehr Lebenszeit verschwenden will. Einige Menschen ändern ihr Leben radikal, andere machen weiter wie bisher.

Somit trifft Jaco Van Dormael ziemlich gut den Kern des Christentums und damit auch jeder anderen Religion. "Die Botschaft lautet: Ja, es ist möglich, dass wir alle einander achten, lieben und verstehen.

Info zum Film

 


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