Der Marsch

(1990) Regie: David Wheatley nach dem Roman von William Nicholson.


Jahre
 ca. 105 Min.

„Der Marsch“ beschrieb 1990 ein Szenario, wie wir es 2015 erleben - jetzt im Kino! 

In Kooperation zwischen Kinowerkstatt und dem St. Ingberter Bündnis für Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz
.

„Der Marsch"

Im Jahr 1990 fesselt und beunruhigt die BBC-Produktion "Der Marsch" die Zuschauer: Zehntausende Afrikaner machen sich auf den Weg, um die Festung Europa zu stürmen. Damals Utopie ist 25 Jahre später das TV-Schreckensszenario bittere Wirklichkeit.
Wir können nicht sagen, man habe uns nicht gewarnt. Die dramatischen Bilder der afrikanischen Flüchtlinge, die, aus dem armen Süden kommend, zu Tausenden die spanischen Exklaven in Marokko bestürmen und sich massenhaft gegen die Grenzen der dünn umzäunten Wohlstandsfestung Europa werfen – diese Bilder haben wir schon einmal gesehen.
Der BBC-Film war als Plädoyer für einen größeren Einsatz der Industrieländer für die Entwicklungsländer gedacht, der Zuschauer erlebte das Drama aus der Perspektive der patenten EU-Kommissarin – und konnte sich mit ihr identifizieren. Wer würde nicht heute noch auf die hunderte Millionen Dollar (heute wären es Milliarden) verweisen, die bereits nach Afrika überwiesen wurden und in Präsidentenpalästen, Luxusgütern für die korrupte Elite und mörderischen Stammeskriegen landeten?
„Der Marsch“ - ein visionärer Film von 1990, der dem spanischen Fernsehen mit gutem Grund zu realistisch erschien: „Der Marsch“ beschrieb vor fünfundzwanzig Jahren ein Szenario, wie wir es jetzt in den spanischen Exklaven in Marokko erleben und nicht nur in Spanien, sondern in Calais, Österreich, Kos – in der Festung Europa. „Wir kommen, da wir glauben, ihr lasst uns nicht sterben, wenn wir kommen.“
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben seit Jahresbeginn bereits mehr als 1900 Flüchtlinge bei der Überfahrt über das Mittelmeer. Rund 150.000 Menschen gelang die Flucht.
Was der britische Autor William Nicholson 1990 im Drehbuch zu „Der Marsch“ als düstere, biblisch unterlegte „Was wäre wenn“-Vision beschwor, hat heute, nur zwanzig Jahre später, beklemmende Aktualität gewonnen Wirklichkeit übertrifft Fiktion
Der Marsch werde nichts ändern, versucht Claire schließlich den "Ghandi von Afrika" aufzuhalten: "Ihr werdet nicht nach Europa reingelassen. Ihr werdet kein Land oder Jobs oder Häuser kriegen. Geht zurück und ich verspreche, das Leben in den Camps wird besser. Dieser Marsch sieht aus wie eine Drohung. Menschen lassen sich nicht gerne bedrohen. Manchmal reagieren sie mit Gewalt." Doch die Verzweifelten lassen sich nicht aufhalten. Sie rennen von ihren Booten auf einen Strand mit Sonnenliegen und –schirmen zu. Und werden eingekesselt.

"Wir sind verängstigt. Wir brauchen Zeit", sagt Claire am Ende des Films. "Wir sind noch nicht bereit für Euch." 25 Jahre nach der Austrahlung von "Der Marsch" ist Europa es immer noch nicht.


 


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